Funktionsunterwäsche ist eine spezialisierte Unterkategorie innerhalb von Boots- u. Segelbekleidung. Sie bildet die Basisschicht (Base Layer) im bewährten Schichtsystem an Bord: Sie liegt direkt auf der Haut, transportiert Feuchtigkeit weg, reduziert Auskühlung und verbessert den Tragekomfort unter Segeljacke, Segelhose und Ölzeug – auf dem Binnenrevier, an der Küste und auf längeren Törns.
Im Sortiment (je nach Verfügbarkeit) führen wir u. a. Marinepool, Henry Lloyd, Musto, Gill, Zhik, Plastimo und Henri Lloyd. Markennamen bleiben im Original – wichtig für Serienlogik, Größenführung und die passende Kombination von Oberteil/Hose innerhalb eines Systems.
Wählen Sie Funktionsunterwäsche passend zu Temperatur, Aktivitätslevel und Layering: Bei hoher Bewegung zählt Atmungsaktivität und schneller Feuchtigkeitstransport, bei Kälte zählt Wärmerückhalt. Eine gut sitzende Basisschicht verhindert Scheuern, bleibt auch unter Schwimmweste/Harness angenehm und trocknet schnell – das ist an Bord oft entscheidender als „dicke“ Kleidung.
Beispiele aus dem Sortiment: Henri Lloyd Funktions-Shirt Atmosphere 3 LS Crew (Carbon); Henri Lloyd Funktions-Unterhose Atmosphere 3 Tight (Carbon); Marinepool Neoprensocke (schwarz); Marinepool Efficiency Underwear Set (grau).
Sommer/Binnen: leichte Base Layer, die schnell trocknen und Feuchtigkeit ableiten. Übergang/Küste: mittelstarke Qualitäten (besserer Wärmerückhalt bei Wind), ideal mit Midlayer kombinierbar. Winter/kalte Reviere: wärmere, isolierende Varianten (ggf. angeraut) – wichtig für lange Wachen, Nachtfahrten und Schlechtwetter. Entscheidend ist weniger „dick“, sondern trocken und windgeschützt zu bleiben.
Achten Sie auf flache Nähte (gegen Scheuern), eine körpernahe Passform, elastische Bündchen und ein Material, das Feuchtigkeit schnell vom Körper wegtransportiert. Für Bordpraxis sind schnelltrocknende Stoffe, guter Wärmerückhalt im nassen Zustand und ein angenehmes Hautgefühl wichtig – besonders unter Schwimmweste/Harness oder Ölzeug.
Funktionsunterwäsche sollte eng anliegen, ohne Druckstellen zu erzeugen. Zu weit = schlechter Feuchtigkeitstransport, zu eng = eingeschränkte Beweglichkeit. Prüfen Sie Bewegungen wie „Arme über Kopf“, „Hocken“ und „Drehen“ – nichts sollte hochrutschen oder einschneiden. Wenn Sie zwischen Größen liegen: für sportlich/aktiv eher passgenau, für Kälte/mehr Layering eher mit minimaler Reserve.
Hier geht es nicht um Anschlüsse, sondern um Schichtsystem-Kompatibilität: Die Basisschicht muss unter Midlayer und Ölzeug reibungarm funktionieren, ohne Falten zu werfen. Wichtig sind außerdem Serien- und Größenlogik (Oberteil/Hose als Set), damit die Passform zusammen stimmig ist – insbesondere bei langen Oberteilen und Bundhöhen.
Funktionssocken sind ideal für Alltag, Deckschuhe und Stiefel – sie transportieren Feuchtigkeit und reduzieren Blasen. Neoprensocken sind sinnvoll bei kalten, nassen Bedingungen (Jolle, Dinghy, nasses Cockpit) oder wenn Sie länger in feuchter Umgebung stehen. Wichtig ist, dass Schuh/Stiefel mit Neoprensocken nicht zu eng wird.
Nach dem Törn mit Süßwasser ausspülen bzw. waschen, vor allem nach Salzkontakt. Waschen Sie nach Pflegeetikett, meist schonend und ohne Weichspüler (der kann Funktionsfasern beeinträchtigen). Lufttrocknen ist ideal. So bleiben Atmungsaktivität, Passform und Hautkomfort länger erhalten.
Meist, weil Feuchtigkeit nicht wegkommt oder der Wind „durchzieht“. Prüfen Sie das Schichtsystem: Base Layer muss Feuchtigkeit transportieren, Midlayer muss isolieren, und die Außenschicht muss Wind/Wasser abhalten. Wenn Sie stark schwitzen, wählen Sie eine leichtere Basisschicht und regulieren über Midlayer/Belüftung – so bleiben Sie trockener und wärmer.