Boots- u. Segelbekleidung umfasst funktionale Kleidung für Segler und Motorbootfahrer – vom Binnenrevier bis zur Hochsee. Ob Ölzeug, Segelanzüge, Segeljacken- u. Hosen, Handschuhe, Mützen, Bootsschuhe oder Segelstiefel: Ziel ist immer derselbe Dreiklang aus Wetterschutz, Atmungsaktivität und Bewegungsfreiheit (Arbeiten an Bord, Steuern, Winschen, Manöver).
Im JS Maritimshop finden Sie passende Modelle und Varianten – je nach Verfügbarkeit – u.a. von C4S Crazy4Sailing, Musto, Gill, Zhik, Jeantex und Marinepool. Beispiele aus dem Sortiment sind z.B. Küsten-Segelhosen, Küsten- u. Offshore-Segeljacken (z.B. Musto OS3), Segelhandschuhe (z.B. Segelhandschuh Russel) oder Segelstiefel (z.B. Segelstiefel Sailing Boot Short).
Wichtige Auswahlkriterien bei Wassersportbekleidung sind Wasserdichtigkeit & Atmungsaktivität, ein passender Schnitt für Layering, dichte Abschlüsse (Doppelmanschetten, Hals- und Beinabschlüsse), eine hoch schließende, gefütterte Kragenlösung, Verstärkungen an Knie/Sitz gegen Abrieb sowie ein praxistaugliches Taschen- u. Kapuzenlayout. So bleibt Kleidung nicht nur „technisch gut“, sondern im Bordalltag wirklich angenehm – und wird konsequent getragen.
Binnen- und Küstenmodelle sind meist leichter, sehr beweglich und oft auch als Landgangjacke oder für Flugreisen zum Charterrevier praktisch. Offshore-Ölzeug ist in der Regel robuster aufgebaut, stärker verstärkt und auf Dauerregen, Kälte und Gischt ausgelegt. Dazu kommen oft Details wie höhere Kragen, bessere Kapuzenverstellung, größere Taschen und mehr Schutzflächen – allerdings ist Offshore-Bekleidung meist schwerer und oft etwas großzügiger geschnitten (für Layering und lange Wachzeiten).
Orientieren Sie sich an der Größentabelle des Herstellers und planen Sie Platz für Baselayer und ggf. Midlayer (Fleece/Isolationsjacke) ein. Für lange Schläge zählt Bewegungsfreiheit: Sie sollten knien, steigen und eine Winschkurbel bedienen können, ohne dass Schultern, Knie oder Schritt spannen. Unsere Größentabellen finden Sie im Infobereich.
Entscheidend sind Membran-/Beschichtungsqualität, getapte/verschweißte Nähte und dichte Abschlüsse an Hals, Ärmeln und Beinen. Die Dichtheit wird häufig als Wassersäule (mWS) angegeben, die Atmungsaktivität z.B. als MVTR/RET – je nach Hersteller. Wichtig für die Praxis: sehr hohe Dichtheit geht oft mit geringerer Atmungsaktivität einher. Eine schwere Hochsee-Segeljacke kann in warmem Klima oder bei hoher Aktivität schneller zum „Schwitzkasten“ werden – dafür schützt sie bei Kälte, Regen und Spray deutlich besser.
Bewährt haben sich Doppelmanschetten (weniger Wasser/ Wind), ein hoher, weicher Kragen, eine Kapuze mit 3-facher Verstellung, Verstärkungen an Knie/Sitz, stiefeltaugliche Beinabschlüsse sowie Taschen, die auch mit Schwimmweste/Harness erreichbar bleiben. Für Motorbootfahrer sind zudem hohe Kragen und Spritzwasserschutz im Cockpit besonders relevant, für Segler zusätzlich Abriebfestigkeit an Knie/Sitz durch Deckarbeit.
Nach Kontakt mit Salz: mit Süßwasser abspülen (idealerweise großzügig, ohne scharfe Reiniger), dann gemäß Pflegeetikett schonend waschen (kein Weichspüler). Anschließend vollständig luftig trocknen – bevorzugt im Schatten. Hohe Hitze und starke UV-Belastung schaden Materialien. Starkes Schleudern sollten Sie vermeiden, da es Nähte und Laminat belasten kann. Wenn Wasser nicht mehr abperlt: Imprägniermittel erneuern. Bei strukturellen Undichtigkeiten (Abrieb, beschädigte Nähte) ist je nach Zustand eine Reparatur oder ein Ersatz sinnvoll.
Ein bewährtes System ist Layering: Funktionsunterwäsche (Baselayer) + isolierende Schicht (Midlayer) + Wetterschutz (Ölzeug). Ergänzt wird das durch Handschuhe, Mütze/Cap, Bootsschuhe oder Segelstiefel und je nach Einsatz Rettungsweste/Harness. So können Sie flexibel auf Wetterwechsel reagieren – ohne zu frieren oder zu schwitzen.